Doch was bedeutet eigentlich „Triften“?
Wir erfuhren, dass dies eine historische Methode war, Baumstämme über Wasserwege ins Tal zu transportieren. Dafür wurden Stauanlagen errichtet, die große Wassermengen speicherten. Beim plötzlichen Öffnen der Klause entstand eine Welle, die das Holz talwärts spülte. Oft verkeilten sich die Stämme dabei, sodass sogenannte „Triftknechte“ mit langen Stangen eingreifen mussten, um den Fluss des Holzes aufrechtzuerhalten. Diese Technik war bereits im Mittelalter gebräuchlich, um Holz aus dem Pfälzerwald in die holzarme Rheinebene zu befördern. Im 19. Jahrhundert stellte die Holztrift den wichtigsten Wirtschaftszweig der Region dar, bis die Eisenbahn – darunter das Elmsteiner Kuckucksbähnel – diese Transportmethode allmählich verdrängte.